Allergien auf dem Vormarsch?

20-25% der Bevölkerung leidet an Allergien, davon 13% der Kinder und Jugendlichen.

Eine Allergie ist eine fehlgesteuerte Überreaktion des Immunsystems. Es bekämpft harmlose Substanzen aus der Umwelt als feindlich. Dies führt dann zu Entzündungsprozessen auf Schleimhaut und Haut.

Typische Symptome sind:

  • tränende juckende Augen
  • laufende oder verstopfte Nase
  • asthmatische Beschwerden (Reizhusten, schleimiger Husten mit Druck auf der Brust oder Husten bei Anstrengung oder Atemnot)
  • juckende Haut oder Hautausschlag ( Nesselsucht oder Neurodermitis)
  • Bauchschmerzen oder Durchfall


Es gibt 5 Erkrankungen, die zum allergischen Formenkreis gehören:

- Neurodermitis (atopische Dermatitis, atopisches Ekzem)

- Heuschnupfen (Pollinosis) mit Schnupfen und Bindehautentzündung

- allergisches Asthma bronchiale

- Nahrungsmittelallergien mit Verdauungsproblemen

- Anaphylaxie mit allergischem Schock als Extremfall (z.B. Insektengiftallergie)


Zur Nahrungsmittelallergie kommt es schon in den ersten Lebensmonaten (Kuhmilcheiweißallergie), die Neurodermitis zeigt sich meist mit 3-4 Monaten, der Heuschnupfen ab dem Vorschulalter und das Asthma bronchiale ab dem Schulalter (Ausnahmen können Kinder sein, die bereits früher auf Infekte asthmatisch reagiert haben).

Die allergische Reaktion kommt bei Asthma, Heuschnupfen und Anaphylaxie innerhalb von Minuten, bei Nahrungsmitteln innerhalb von Stunden und bei Neurodermitis oft erst nach 1-2 Tagen.


Die Ursachen von Allergie-Entstehung sind multifaktoriell:

Es gibt eine erbliche Veranlagung: leidet ein oder beide Elternteile an Allergien, so ist das Allergie-Risiko für das Kind erhöht.

Das Immunsystem ist "fehlgeleitet": durch gesunden Schmutz und frühe virale Infekte wird das immunologische Abwehrsystem trainiert und gestärkt. Fällt dies weg (durch zu hygienische Bedingungen), entwickelt sich das allergische Immunsystem.

Eine frühe Toleranz von Fremdstoffen entwickelt sich bereits im Mutterleib bis zum 8. Lebensmonat. Werden in dieser Zeit dem Ungeborenen, Neugeborenen und Säugling bestimmte Dinge vorenthalten, kann er keine Toleranz entwickeln und bearbeitet es als Fremdstoff (z.B. Nüsse, Erdnüsse, Fischeiweiße, Ei, Weizen).


Die Prognose von Allergien ist sehr unterschiedlich. Nahrungsmittelallergien, die in der Säuglingszeit auftreten, verschwinden zu fast 90% wieder. Eine Neurodermitis endet meistens mit dem 1., spätestens mit dem 3. Lebensjahr. Ein Heuschnupfen kann während der Schwangerschaft verschwinden (durch hormonelle Umstellung), oder sich auf mehrere Allergene ausweiten oder als allergischer Marsch in ein allergisches Asthma übergehen (bei 30%).

Kinder mit Allergien sind durch die Symptome sehr geplagt und nachweislich in ihrer schulischen Leistungsmöglichkeit eingeschränkt. Ein Heuschnupfen in der Zeit von Februar bis August fällt immer in die Prüfungszeiten und nicht nur deswegen ist es wichtig den Kindern entsprechende Therapien zur Symptom-Linderung oder ursächlich gegen die Allergie anzubieten.

Wenn Sie mehr zu Allergie-Prävention und -Therapie erfahren möchten, können Sie sich auf folgenden Internetseiten weiter informieren:

www.allum.de

www.daab.de

www.gpau.de/ unter Elterninformationen








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