Flaschennahrung

Flaschennahrung

Die beste und natürlichste Form der Säuglingsernährung ist und bleibt die Muttermilch. Sie enthält antimikrobielle, antientzündliche und imunmodulierende Faktoren, die das Kind passiv schützen, das Immunsystem aktiv unterstützen und das Abwehrsystem so prägen, dass ein Schutz im späteren Leben vor Autoimmunerkrankungen besteht.

Die ersten 4-6 Monate sollen Babys voll gestillt werden.

Aus verschiedenen Gründen kann es sein, dass Stillen, bzw. eine Ernährung mit Muttermilch nicht möglich ist. Hier muss auf industriell hergestellte Säuglingsnahrung zurückgegriffen werden.

Säuglingsnahrungen unterstehen sehr hohen Richtlinien, was Qualität, Inhalt, Klassifizierung und Deklaration der Inhaltsstoffe betrifft.

Man unterscheidet in 2 Kategorien: Anfangsnahrung und Folgenahrung.


Anfangsnahrungen:

Basierend auf Kuhmilch-Protein. Sowohl die Pre- als auch die Typ1-Milch können das ganze 1. Lebensjahr „ad libitum“ (d.h. soviel wie das Kind verlangt) gefüttert werden.

Pre-Nahrung:

Sie ist der Muttermilch am Ähnlichsten. Sie enthält als einziges Kohlenhydrat Laktose (Milchzucker). Sie hat daher die geringste Stoffwechselbelastung, ist aber nicht so sättigend und kann u.U. Blähungen auslösen. Sie wird für mindestens die ersten 3 Lebensmonate empfohlen.


Typ1-Nahrung:

Enthält als Kohlenhydrat Milchzucker und einen geringen Stärkeanteil (manche Produkte auch Maltodextrin oder Sacharose). Sie ist sättigender hat aber häufig auch einen süßlicheren Geschmack. Sie sollte erst nach 3 Monaten eingesetzt werden. Sie eignet sich gut für Kinder von Müttern, die sehr früh wieder arbeiten müssen, da die Mahlzeiten aufgrund der längeren Sättigung besser gesteuert werden können.


Folgenahrungen:

Eine Umstellung auf Folgemilch ist nicht nötig, aber möglich. Sowohl Typ 2 als auch Typ 3 basieren auf Kuhmilchprotein-Basis. Die Einführung sollte frühestens mit der Beikosteinführung erfolgen.

Typ2-Nahrung:

Enthält mehr Stärke als Typ1 und verschiedene Aromen und Zusatzstoffe. Eignet sich als Alternative zum Anmischen des Abendbreis. Der Calcium-Gehalt ist dem der Kuhmilch ähnlich.


Typ 3-Nahrung:

Wird angeboten für ein Alter ab 10 Monaten. Hat einen hohen Stärkeanteil und häufig viele Aromen. Sie hat keinen erkennbaren Vorteil gegenüber den anderen Flaschennahrungen. Im Gegenteil, sie enthält häufig viel versteckten Zucker (Vorsicht Übergewicht!)


Flaschennahrung bei Allergierisiko:

Alle Flaschenmilch-Typen gibt es auch als sogenannte HA-Nahrung. HA steht für hypoallergen. Auch diese Nahrungen basieren auf Kuhmilchprotein, allerdings ist das Protein weiter aufgespalten bis zu einer Größe, bei der das Immunsystem noch eine Toleranz entwickeln kann.

Ein erhöhtes Allergierisiko haben Kinder, in deren Kernfamilie (d.h. Mutter/Vater und/oder Geschwisterkind) mindestens ein Mitglied an einer allergischen Erkrankung leidet. Dazu zählen allergische Rhinitis, Neurodermitis und allergisches Asthma.


Flaschennahrung bei bestehender Allergie:

Für Kinder mit bestehender Kuhmilchprotein-Allergie gibt es spezielle Nahrungen, die nicht auf Kuhmilchprotein basieren. Diese sollten aber nur bei nachweislicher Allergie und in Rücksprache mit dem Kinderarzt eingesetzt werden.


Sonstige Flaschennahrungen:

Für Kinder, die viel Bauchweh und Blähungen haben oder sehr viel Spucken (Reflux) bieten manche Firmen spezielle Nahrungen an, um die entsprechenden Beschwerden zu lindern.

Heilnahrungen und Flaschennahrung auf Sojabasis werden ebenfalls angeboten. Diese sollten aber immer nur mit ärztlicher Rücksprache angewandt werden.

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