Skoliose

Von einer Skoliose spricht man, wenn die Wirbelsäule seitlich gekrümmt und um die Achse rotiert ist.

Sie entsteht, wenn sich einzelne Wirbelkörper um die eigene Achse verdrehen. In diesen Bereichen sind die Wirbel dann auch versteift. Die Muskulatur um die Wirbelsäule ist ständig verspannt. Es kann zu Schmerzen im Rücken, Schulterbereich, Nacken und Kopfschmerzen kommen, manchmal auch Knie- und Fußgelenkschmerzen.

Äußerlich erkennt man eine Skoliose an ungleich hoch stehenden Schultern, schiefer Kopfhaltung, schiefem Becken oder an einem Rippenbuckel.

Eine beginnende Skoliose ist nur schwer zu erkennen. Die seitliche Verbiegung fällt oft erst in späteren Stadien auf, wenn die bereits bestehende Verdrehung der Wirbel schon nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die Diagnose wird am häufigsten im Alter von 10-12 Jahren gestellt. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen.

Eine Skoliose ist i.d.R. nicht angeboren, sondern wird erworben.

Bei einer strukturellen Skoliose sind die Ursachen meist unklar. Man geht davon aus, dass die Rückenmuskulatur und die Wirbelkörper ungleichmäßig wachsen, d.h. eine Seite wächst schneller als die andere Seite.

Bei einer funktionellen Skoliose entwickelt sich die Verkrümmung sekundär aufgrund anderer Problemstellen. Dies kann eine unterschiedliche Beinlänge sein, Veränderungen im Beckenbereich, Wirbelschäden, Schonhaltung aufgrund von Schmerzen oder Muskel-, Nerven- und Bindegewebserkrankungen.

Der Schweregrad einer Skoliose wird am Cobb-Winkel der Verkrümmung gemessen:

  • Leichte Skoliose: Winkel bis 40°
  • Mittelschwere Skoliose: Winkel 40-60°
  • Schwere Skoliose: Winkel 60-80°
  • Sehr schwere Skoliose: Winkel über 80°


Je früher eine Skoliose erkannt wird, desto besser kann der Wirbelverdrehung durch Krankengymnastik (Therapie nach Schrot) entgegen gewirkt werden.

In besonders schweren Fällen kann das Tragen eines Korsetts oder sogar eine Operation nötig sein.

Kinder mit Skoliose sollten Sportarten betreiben, welche die Rückenmuskulatur stärken, z.B. Schwimmen.

Sportarten, wie z.B. Kunstturnen, Bogenschießen, Tennis oder Squash belasten die Wirbelsäule zu sehr oder zu einseitig und sollten vermieden werden.

Egal ob bei einem Kind eine Skoliose vorliegt oder nicht, es sollte immer vermieden werden, dass schwere Gegenstände einseitig getragen werden. Ein Schulranzen sollte grundsätzlich nicht schwerer sein als 12% des eigenen Körpergewichts.

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