Stillen und Muttermilch

Die beste und natürlichste Form der Säuglingsernährung ist und bleibt die Muttermilch. Sie enthält antimikrobielle, antientzündliche und immunmodulierende Faktoren, die das Kind passiv schützen, das Immunsystem aktiv unterstützen und das Abwehrsystem so prägen, dass ein Schutz im späteren Leben vor Autoimmunerkrankungen besteht.

Die bakterielle Besiedlung des Darmes wird unterstützt (durch die hohe Anzahl an Laktobazillen), das Risiko für plötzlichen Kindstod und späteres Übergewicht gesenkt. Die Mundmuskulatur wird durch Stillen aktiviert und spätere Kiefer- und Zahnfehlstellungen treten weniger häufig auf als bei Flaschenkindern.

Die ersten 4-6 Monate sollen Babys voll gestillt werden. Abhängig von der Beikostreife soll dann Brei zugefüttert werden, um den steigenden Eisenbedarf im zweiten Lebenshalbjahr zu decken sowie Kauen und Schlucken zu üben.


Neue Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Muttermilch liefern Erklärungsmodelle, warum Muttermilch v.a. in dem Immunsystem eine so wichtige Rolle spielt.

Die HMOs (humane Milch Oligosaccharide), wovon mittlerweile 200 identifiziert sind, machen nach Milchzucker und Fett den drittgrößten Baustein der Muttermilch aus. Sie liefern keine Energie, da sie nicht verdaut werden können, sondern sind das Futter für die zahlreichen Darmbakterien die sich als Darmmikrobiom ansiedeln. Dieses wiederum verdaut, produziert Vitamine und reguliert das Immunsystem. Es stabilisiert auch die Darmbarriere, damit keine schädlichen Substanzen in die Blutbahn gelangen. Forscher glauben mittlerweile, dass die HMOs der Grund für die besserer Immunabwehr gestillter Kinde im Vergleich zu Flaschenkindern sind.


Falls das Stillen oder die Muttermilchernährung nicht klappt:

Mit Kenntnis über die Zusammensetzung der HMOs ist es gelungen zumindest die am häufigsten vertretenen HMOs synthetisch nachzubilden, so dass eine neue Generation an Babynahrung sicher und gut verträglich auch die Mikrobiombildung bei Flaschenkindern fördert.

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