RS-Virus

Das RS-Virus (Respiratory-Synzytial-Virus), abgekürzt RSV, löst Erkrankungen der Atemwege aus.

Fast jedes Kind steckt sich innerhalb der ersten zwei Lebensjahren an. In einigen Fällen kann zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt und Sauerstoffbedarf kommen. Wie gewöhnliche Erkältungsinfekte tritt das RSV von Oktober bis April häufig auf. Der Erreger wird über Einatmen von kleinsten Tröpfchen (anhusten, anniesen) übertragen. RSV kann aber auch stundenlang auf Oberflächen überleben und ansteckend bleiben, weswegen die Durchseuchung in den ersten beiden Lebensjahren, v.a. bei Krippen-Kindern, sehr hoch ist.

Eine RSV Erkrankung bei Erwachsenen und Kindern läuft in der Regel wie ein banaler Erkältungsinfekt mit Husten und Schnupfen ab. Doch bei Säuglingen und Kleinkindern kann das Virus aus den oberen Atemwegen (Nase und Rachenraum), in die unteren Atemwege Bronchien und Lunge gelangen. Hier führt es dann zu einer Lungenentzündung oder Bronchiolitis. Dies ist eine Entzündung der kleinsten Atemwege, durch welche die eingeatmete Luft in die Lungenbläschen gelangen muss, um den Körper mit Sauerstoff zu versorgen. So kommt es letztlich zu einem Sauerstoffmangel. Die Therapie besteht in Sauerstoffgabe, solange bis die Entzündung der Bronchiolen abgeklungen und der Weg wieder frei ist.

Im Anschluss an eine durchgemachte Bronchiolitis ist die Anfälligkeit der Bronchien erhöht. Bei nachfolgenden, banalen viralen Infekten neigen die Bronchien dazu überempfindlich zu reagieren (wir sprechen dann von einem Infektasthma). Dies dauert ca. 1-2 Winter an und beruhigt sich in der Regel wieder. In manchen Fällen führt es leider in ein allergisches Asthma über (ab dem 4.-5. Lebensjahr)


Risikokinder wie ehemalige Frühgeborene, lungenkranke oder herzkranke Säuglinge weisen eine höhere Anfälligkeit für schwere RSV-Erkrankungen auf und können durch eine passive Immunisierung (Gabe von spezifischen Antikörpern) alle 4 Wochen geschützt werden.


Allgemeine Schutz und Hygienemaßnahmen können das Erkrankungsrisiko minimieren:

-Händewaschen, Husten und Niesen in die Ellenbeuge

-regelmäßiges Säubern von Oberflächen und Spielzeugen (v.a. in der KiTa)

-vermeiden Sie volle Züge, Busse, S-Bahnen in den Erkältungsmonaten, nutzen Sie Spaziergänge an der frischen Luft

-nicht Rauchen in der Umgebung von Kindern

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